als Gründervater zu haben und im Namen zu führen, fühlt sich selbst mit 35.000 Einwohnern noch kosmopolitisch und glamourös. AnzeigeDort wartet eine Welt fernab der Vauban-Metropole: ruhig, urtümlich – und mit Menschen, deren Dialekt nicht mal eingeborene Saarlouiser verstehen. Normalerweise wird das Nationalepos über den Drachentöter Siegfried ganz ohne Historienkitsch im Sommer auf die Open-Air-Bühne am prächtigen Wormser Dom gebracht, doch was ist in diesem Jahr schon normal? Die wechselvolle Geschichte der Wormser Juden bis zum Holocaust wird anschaulich im Raschi-Haus erzählt, dem Jüdischen Museum der Stadt. Seine Aura kann erstrahlen, weil viel Raum um ihn ist – der Dom zu Speyer steht nicht in der Stadt, sondern vor ihr.
Source: Die Welt May 25, 2020 04:07 UTC