Willem Dafoe läuft seiner Seele hinterher, in Brasilien will das Zeitalter der Sklaverei nicht enden, und die digitale Ökonomie ist nur noch zum Lachen. Irgendwann steigt der Mann, sein Name ist Clint, in den Keller hinab, aus dem plötzlich eine steile Felswand wird. "Deine Seele ist außerhalb von dir", raunt der Vater ihm zu, "und du musst sie dir wieder aneignen." Wenn Clint dabei seine Seele und sein Selbst nicht wiederfinden kann, so hört er doch nicht auf, diese Welt weiter zu durchwandern. In Ferraras Film stand der Übergang zwischen den Bildern selbst im Zentrum, bei Gotardo/Dutra der Übergang zwischen historischen Epochen.
Source: Suddeutsche Zeitung February 24, 2020 21:33 UTC