Preistreibend wirkt weiterhin die hohe Nachfrage nach Wohnungen in Ballungszentren, wie aus dem Frühjahrsgutachten 2019 des Rats der Immobilienweisen hervorgeht. Zunehmend tritt aber auch der Staat als Preistreiber auf, stellt Lars Feld fest, Ökonom an der Universität Freiburg und Mitautor des Frühjahrsgutachtens. Feld gibt explizit dem im vergangenen Jahr eingeführten Baukindergeld und der steuerlichen Sonderabschreibung für den Mietwohnungsbau eine Mitschuld an den steigenden Preisen. Mit dem Baukindergeld habe sich die Bundesregierung zu einer „relativ unsystematischen steuerlichen Förderung“ entschlossen, die zu einer problematischen Verteilungswirkung führe. Zum Vergleich: In Zeiten des deutschen Immobilienbooms der 90er-Jahre wurde teilweise über eine halbe Million Wohnungen pro Jahr fertiggestellt.
Source: Die Welt February 19, 2019 10:13 UTC