Zwischen 1977 und 1985 wurden in Monte Verde westlich der Stadt Puerto Montt im Süden Chiles prähistorische Siedlungsspuren ausgegraben, derentwegen man Geschichtsbücher umschrieb. Datierungen durch Bestimmung des Gehaltes an radioaktivem Kohlenstoff in den Hölzern sprachen für die Anwesenheit von Menschen in Monte Verde vor etwa 14.500 Jahren. Vulkanasche passt nicht ins BildDoch nun ist Monte Verde II seinen Rang als Kronzeuge für eine frühere, Prä-Clovis-Ausbreitung des Homo sapiens über den amerikanischen Doppelkontinent möglicherweise wieder los. Mit Monte Verde II gab es nun Anhaltspunkte für eine Ausbreitung per Boot entlang der Westküsten der beiden Teilkontinente. Für eine marine Orientierung der Menschen in Monte Verde sprechen etwa Funde von Seetangresten in der Siedlung.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 20, 2026 10:35 UTC