Im Präsidium der DFG war der Chemiker Fritz Haber der einzige »Jude« und der Physiker Heinrich Konen als Mitglied der Zentrumspartei eine politische Ausnahmeerscheinung. Von den 66 hier vorgestellten Wissenschaftlern blieben 27 trotz Entlassung, Entrechtung und Diskriminierung in Nazideutschland, selbstredend nicht freiwillig. Die Exklusion und Ermordung jüdischer und politisch unliebsamer Wissenschaftler waren keine Themen, mit denen sich die zentralen wissenschaftlichen Gremien beschäftigten. Bitter nötig hingegen wäre ein Schuldeingeständnis oder zumindest die Bitte um Vergebung seitens der sich Hitler andienenden Kollegen gewesen. Die Politik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die Reaktionen der Betroffenen.
Source: Neues Deutschland November 10, 2016 16:47 UTC