Verhandelt wird über die Klage von Herbert Gilbert (ganz links), der sich 2014 einen gebrauchten VW Sharan gekauft hatte und wegen des manipulierten Dieselmotors den vollen Kaufpreis von 31 490 Euro plus Zinsen zurückverlangt. Es war der vielleicht größte Industriebetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte - nun beschäftigt sich erstmals der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Dieselbetrug von Volkswagen. Die Verhandlung, die am Dienstag in Karlsruhe begann, wird wegweisend sein für Zehntausende andere Verfahren, die in der Diesel-Causa noch anhängig sind. VW hingegen bestreitet, dass überhaupt ein Schaden entstanden sei, schließlich seien alle Wagen stets fahrtauglich gewesen. Den Teilnehmern der Musterklage bot VW zwischen 1350 und 6257 Euro als Vergleich an.
Source: Suddeutsche Zeitung May 05, 2020 14:15 UTC