In der Diskussion um die zu erwartende Tarifforderung der IG Metall hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) auf zurückliegende Reallohngewinne der deutschen Beschäftigten hingewiesen. Nach der Finanzkrise 2008 hätten die deutschen Gewerkschaften ihre Lohnzurückhaltung aufgegeben und hohe Lohnzuwächse durchgesetzt, heißt es in einer Analyse des IW. Nach Abzug der allgemeinen Preissteigerung von 1,1 Prozent verblieben den Arbeitnehmern durchschnittlich 1,2 Prozent höhere Reallöhne pro Jahr. Unter dem Strich seien die Bruttostundenlöhne seit dem Jahr 2000 um 39 Prozent gestiegen, während die Teuerung nur knapp 26 Prozent zugelegt habe. Es geht dabei auch um die deutschen Schlüsselindustrien Auto und Maschinenbau.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 10, 2017 04:52 UTC