Weil Bauern und Fuhrleute nicht wagten, die Stadt zu betreten, gingen die Lebensmittel zur Neige und die Menschen litten Hunger. Schäffler gab es viele in der Stadt, und so hatte er keine Mühe, einige Kollegen zusammenzutrommeln und ein Spektakel einzustudieren. Dort drehten sich die Schäffler mit grünbelaubten Reifen im Kreis, dort spielte die Musik, und die "Gretl mit der Butten" trieb derbe Späße. Aber es ist eine schöne Geschichte, und noch schöner ist der Schöpfungsmythos des Schäfflertanzes. Der im Münchner Raum gängige Begriff leitet sich von "Schaff" oder "Schäffel" ab, was hölzerne Gefäße bezeichnet.
Source: Suddeutsche Zeitung February 19, 2017 17:03 UTC