Im Kino: "Ready Player One": Die Avatare sind wir - News Summed Up

Im Kino: "Ready Player One": Die Avatare sind wir


Er selbst hat den Achtzigern einige nachhaltige Pop-Signaturen verpasst, als Regisseur („E.T.“, die Indiana-Jones-Filme) und Produzent („Die Goonies“, „Zurück in die Zukunft“, „Die Gremlins“). Dass nun das Virtual-Reality–Spektakel „Ready Player One“ in die Kinos kommt, während „Die Verlegerin“ über Katharine Graham, die ehemalige Herausgeberin der „Washington Post“, noch läuft, veranschaulicht dieses interessante Paradox: Die Filme stellen die beiden Extreme in Spielbergs Kino dar. Der logistische und technische Aufwand von „Ready Player One“, der über die Hälfte seiner 140 Minuten in einem second life namens OASIS spielt, erklärt rückblickend vielleicht auch die kleinen Nachlässigkeiten von „Die Verlegerin“, der im Schatten des CGI-Blockbusters zum Nebenwerk degradiert wird. Spielberg und Cline sind, obwohl ihre Pop-Sozialisationen 25 Jahre trennen, Brüder im Geiste. Das größte Problem von „Ready Player One“ ist der Mangel an sozialen Utopien, was man von guter Science Fiction ja immerhin erwarten könnte.


Source: Der Tagesspiegel April 05, 2018 15:33 UTC



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