Porträt von Obama: Breitbeinig an der Grenze zum Kitsch - News Summed Up

Porträt von Obama: Breitbeinig an der Grenze zum Kitsch


Ausgerechnet Wiley, der 2015 mit einer erstaunlich eintönigen Einzelschau im Brooklyn Museum als der Superstar beglaubigt werden sollte, für den ihn Teile des Kunstmarkts tatsächlich halten. Während es wirklich viele viel interessantere Maler in den USA gibt, gerade auch schwarze, hat Obama hier, popkulturell gesprochen, für den breitbeinigsten Vertreter von Bling an der Grenze zum Kitsch optiert. Das Problem ist ja, dass es von Obama schon so viele hinreißende Bilder in altmeisterlichen Herrscherposen gibt, fotografiert von Pete Souza zu seiner Amtszeit im Weißen Haus. Steht ikonografisch für Treue, Verlässlichkeit und so weiter, erinnert auch ein wenig an Rousseau, außerdem hat Wiley für die Fleißarbeit am Blattwerk seine Gehilfen. Es ist tatsächlich eines der besseren, weil dezenteren Bilder von Wiley geworden - eine letzte politische Überraschung von Obama.


Source: Suddeutsche Zeitung February 13, 2018 15:02 UTC



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