Und das, obwohl Taylor Mac – der Performance-Künstler, der sich hinter der Maske versteckt – noch nie hier war, in Europa kennt man ihn kaum, anders als in seiner Heimatstadt New York. Eine Geschichte der Vernachlässigten und VergessenenRichtig gerechnet: Die Show dauert 24 Stunden. Die Hymne der Heterosexuellen – „Born To Run“ von Bruce Springsteen – trifft auf die Hymne aller Queers – „Gloria“ von Laura Branigan –, was brutal sein könnte und trotzdem gar nicht weh tut, wenn Taylor Mac es singt. „Wenn was schiefgeht“, erzählt Taylor Mac, „und jemand nicht so reagiert wie erwartet, dann fängt der Spaß überhaupt erst an.“Kernbegriff von Taylor Macs Kunst ist „Consideration“. So gesehen ist Trumps Wahl ein gutes Zeichen.“Mehr zum Thema Konflikte in der LGBTI-Community Der alte weiße Schwule versteht die Welt nicht mehrMit diesen hoffnungsvollen Worten entlässt Taylor Mac den Gesprächspartner hinaus in die Nacht.
Source: Der Tagesspiegel October 09, 2019 08:26 UTC