Militante Grenzblockaden, Protest-Diplomatie und martialische Reden – vor der Wahl in Bulgarien spitzen sich nun jene Konflikte zu, die schon anderswo in Europa zu scharfen Debatten führten. Mithilfe von Erdogans islamistischer AKP ist in Bulgarien zudem eine neue Partei gegründet worden, die sich zu Ankaras neo-osmanischen Ambitionen bekennt. Der Konservative reagierte auf die Niederlage der Kandidatin seiner Gerb-Partei bei der Präsidentenwahl vergangenen November und tritt nun wieder an. Bislang stehen mit je 30 Prozent die konservative Gerb und die sozialistische BSP gleichauf. Doch auch die Konservativen um Ex-Premier Borissow suchen mit Russland den Ausgleich – den Kurs der Brüsseler EU-Spitze jedenfalls teilt in Bulgarien fast niemand.
Source: Der Tagesspiegel March 25, 2017 13:30 UTC